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Das Demokratieverständnis der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien

November 19, 2016

 

Hier der Hinweis auf eine Examensarbeit für den Masterabschluss an der Universität Aachen, genauer dem Instititut für Politische Wissenschaft (IPW), verfasst von Larissa Seelbach. Frei herunterladbar hier:

 

http://www.ipw.rwth-aachen.de/pub/select/select_51.pdf

 

Ein wirklich gelungener Einblick in das Wesen der italienischen Politik und die Entstehung der Bewegung-5-Sterne. Einzige Kritikpunkte: Auch Larissa nennt eingangs Beppe Grillo als Gründer, was sie später revidiert und auch den "Verstand", also Casaleggio, in der Bewegung benennt und ein wenig dazu erklärt. Aber Casaleggio war der Kopf und Initiator dieser Bewegung, mindestens so wichtig wie Beppe Grillo, das Sprachrohr.

 

Zweiter Punkt, der zu wenig Beachtung findet: Sie erklärt Politik, aber nicht, wie dramatisch die ökonomische Lage der Italiener ist. Italien hatte eine andere "Erwerbslandschaft" als beispielsweise Deutschland, wo es diese Form des Kleinunternehmertums wie dort schon lange nicht mehr gibt oder nach dem letzten Krieg schnell nicht mehr gab. Die EU will aber diese Kleinen nicht mehr, sie behindern den großen Fluss des Geldes.

 

Ich weiß nicht, ob dieser Aspekt in einer Masterarbeit zu den Politikwissenschaften als wichtig angesehen wird. Für das Aufkommen der Bewegung und für ihre Zustimmung in Italien ist das jedoch ein wichtiger Grund. 

 

Aber das soll die Arbeit von Larissa Seelbach nicht diskreditieren. Wer wissen möchte, wie die Bewegung-5-Sterne im politischen System Italiens so wichtig werden konnte, erfährt in dieser Arbeit sehr viel.

 

 

 

 

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