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Italienische Krisenbank will mehr Zeit für Rettungsplan

December 12, 2016

Damit leitete die FAZ am 8. Dezember ihren Italienbericht ein: Schlappe beim Referendum, Renzi-Rücktritt: Die Sorgen um Italien seien groß, so die FAZ. Das vor allem wegen der Krisenbank Monte dei Paschi. Die wolle nun von der EZB mehr Zeit für die Erfüllung ihres Rettungsplans haben.

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/italien-monte-dei-paschi-will-mehr-zeit-fuer-rettungsplan-14564596.html

 

Reuters will aber erfahren haben, dass es konkrete Rettungspläne gebe, um das Risiko zu begrenzen, dass Privatanleger viel Geld verlieren. Denn dann könne das Vertrauen in den gesamten Finanzsektor Italiens verloren gehen. Die Nachricht sei seitens Finanzministerium und Monte dei Paschi nicht dementiert worden. Laut Reuters denke das Finanzministerium in Rom über seine Aufstockung seiner Beteiligung an der Bank nach. Von aktuell vier Prozent auf bis zu 40%.

 

Dazu passt auch diese Nachricht vom 11. Dezember.

 

Weidmann schließt staatliche Bankenrettung in Italien nicht aus

 

So steigt denn die Sorge um Italien. Jetzt sagt sogar Bundesbankpräsident Weidmann, dass sich der Staat an der Rettung beteiligen könnte. Dafür gebe es ein Hintertürchen.

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/geldpolitik-weidmann-schliesst-staatliche-bankenrettung-in-italien-nicht-aus-14568322.html

 

Nach der Finanzkrise habe man sich in der EU eigentlich darauf geeinigt, dass Eigentümer und Gläubiger für Verluste von Banken haften sollten, aber nicht mehr die Allgemeinheit. Allerdings müssten „besonders schutzwürdige Anleger aus politischen Gründen“ geschont werden, so Weidmann. Die italienischen Sparer kämen dann ungeschoren davon. Doch die „Ultra-lockere Geldpolitik darf kein Dauerzustand sein“.

 

Herr Weidmann bestreite nicht, dass nach dem Verfassungsreferendum und dem Renzi-Rücktritt die Risiken beständen, dass die Eurokrise abermals aufflammen könnte, bestritt Weidmann nicht.

 

„Deshalb ist es so wichtig, die Währungsunion krisenfester zu machen“, vor allem das Finanzsystem müsse widerstandsfähiger gemacht und die Staatsfinanzen saniert werden, so die FAZ.

 

Die aktuellen Herausforderungen Italiens blieben im Übrigen aber bestehen, egal wer die Regierung führe, so Weidmann. 

 

Weidmanns Heil - Wir wissen inzwischen, wer die die neue Regierung führen wird - im Grunde bleibt alles beim Alten, lediglich wurde Renzi gegen den Außenminister seines Kabinetts ausgetauscht. Die EU-Macher können vorerst aufatmen, in Italien ändert sich nichts. Es wird keine neue Wahl geben, denn die Damen und Herren der bewährten Garde im Parlament wollen schon das Ende der Legislaturperiode erreichen, ansonsten werden Pensionsansprüche verwirkt.

 

Denkt man ein bisschen weiter, sieht es da nicht so aus, dass demnächst Italien einer Kur wie Griechenland unterzogen wird? Was wird dann in Bella Italia passieren - die Bürger sind aufgewacht.

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